Wie ambulante Palliativversorgung Betroffene und ihre Angehörigen unterstützt
Die ambulante Palliativversorgung ist Bestandteil der Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung. Für Privatpatienten werden die Kosten üblicherweise durch die private Krankenversicherung übernommen.
Etwa 280.000 Menschen in Deutschland beginnen jedes Jahr eine palliativmedizinische Behandlung. Rund drei Viertel der Erkrankten werden anfänglich ambulant versorgt. Die palliative Begleitung setzt nicht erst am Lebensende ein, sondern bereits dann, wenn eine Erkrankung nicht mehr heilbar ist und zunehmend belastende Symptome oder Einschränkungen auftreten.
Ärztliche Verordnung und Organisation der palliativen Betreuung
Die Übernahme der ambulanten Versorgung durch einen darauf spezialisierten Pflegedienst, wie PiA24, erfolgt nach klar geregelten Vorgaben.
Bei Bedarf wenden sich die Patienten oder deren Angehörige direkt an uns. Auch Kliniken oder Hausarztpraxen kommen auf uns zu und veranlassen die weitere Abstimmung mit den Betroffenen.
Nach der ersten Kontaktaufnahme vereinbaren wir einen Hausbesuch und verschaffen uns im ersten Schritt einen Überblick über die aktuelle Situation. Nach einer Beurteilung des Gesundheitszustandes und des Pflegebedarfs klären wir, welche Form der Unterstützung sinnvoll ist.
Neben körperlichen Beschwerden werden auch die allgemeine Situation im Alltag, bestehende Unterstützungsangebote und mögliche Risiken berücksichtigt. Diese systematische Einschätzung dient als Grundlage für die weitere Planung der Begleitung.
Wenn festgestellt wurde, in welcher Form eine ambulante palliative Versorgung notwendig ist, wird auf Basis aller vorliegenden Informationen gemeinsam mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten festgelegt, welche Maßnahmen umgesetzt und wie die Versorgung gestaltet werden kann. Ziel ist es, frühzeitig eine stabile und bedarfsgerechte Begleitung aufzubauen.
Die für die Palliativversorgung notwendige Verordnung wird durch den behandelnden Hausarzt oder eine Fachärztin bzw. einen Facharzt ausgestellt. Sie gilt zunächst für einen begrenzten Zeitraum und wird bei bestehendem Bedarf verlängert. Krankenhäuser dürfen eine solche Verordnung ebenfalls ausstellen, jedoch nur für einen kurzen Übergangszeitraum.
Bei komplexen und stark belastenden Beschwerden kann zusätzlich eine spezialisierte Versorgung verordnet werden. Ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Pflegefachkräften und weiteren Therapeuten arbeitet eng koordiniert zusammen und sichert eine abgestimmte und kontinuierliche Begleitung.
Betreuung durch ein festes Pflegeteam
Nach Beginn der ambulanten palliativen Betreuung übernehmen wir regelmäßige Hausbesuche und halten Telefonkontakt. Dabei ist uns wichtig, eine verlässliche Bezugspflege aufzubauen. In der Regel werden unsere Patienten von einem festen, kleinen Team aus zwei bis maximal drei Pflegefachkräften begleitet.
So entstehen Vertrauen, Sicherheit im Alltag und eine Betreuung, die die persönliche Situation und die Bedürfnisse der Erkrankten genau kennt und berücksichtigt.
Pflegerische und medizinische Aufgaben
In der Palliativpflege zählt die Symptomentlastung zu unseren Hauptaufgaben. Wir lindern Schmerzen, Atemnot, Übelkeit oder allgemeine Schwäche. Auch die psychosoziale Begleitung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Wir führen Gespräche, unterstützen in Krisensituationen, trösten und stehen den Betroffenen sowie ihren Angehörigen als verlässliche Ansprechpartner zur Seite. Wir sind telefonisch für den Notfall rund um die Uhr, auch am Wochenende und an Feiertagen, erreichbar.
Die pflegerischen Maßnahmen, die wir durchführen, erfolgen stets in enger Abstimmung mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten.
Zu unseren fachlichen Aufgaben gehören z. B. unter anderem:
- die Überwachung und Anwendung spezieller Schmerztherapien
- die Versorgung von Portsystemen und parenteraler Ernährung
- die Betreuung von Drainagen und Kathetern
- die palliative Wundversorgung
- sowie die Beobachtung und Einschätzung des Gesundheitszustands
Unsere Begleitung erfolgt über den gesamten weiteren Krankheitsverlauf und schließt auch die letzte Lebensphase ein. Auf Wunsch arbeiten wir mit Hospizdiensten zusammen. Wenn ein Aufenthalt in einem Hospiz in Betracht gezogen wird, unterstützen wir die Betroffenen und ihre Angehörigen bei der Organisation und dem Übergang.
Organisation und Entlastung im Alltag
In der ambulanten Palliativpflege übernehmen unsere Teams neben der direkten Versorgung auch organisatorische Aufgaben. Dazu gehört unter anderem die Abstimmung mit Arztpraxen, und Kliniken. In unserem Pflegealltag erleben wir, dass die Übernahme von Botengängen, beispielsweise zu Apotheken oder Sanitätshäusern, für die Betroffenen und ihre Angehörigen eine spürbare Entlastung im Alltag ist.
Ebenso trägt unsere Unterstützung bei notwendigen Antragstellungen dazu bei, Abläufe zu erleichtern und Unsicherheiten zu reduzieren. Unsere Patienten und ihre Familien bekommen mehr Raum für das, was ihnen in dieser herausfordernden Zeit wichtig ist.
Persönliche Begleitung und individuelle Wünsche
Für uns steht der Mensch als Ganzes im Mittelpunkt. Neben der körperlichen Versorgung achten wir auch auf das persönliche Wohlbefinden und auf das, was Sicherheit und Lebensqualität gibt.
Manchmal entstehen daraus besondere Momente. Patienten treten mit kleinen oder größeren Wünschen an uns heran. Sei es ein Ausflug zu den Angelteichen, der Besuch eines Bauernhofes, ein Beauty- und Wellnesstag oder einfach nur ein Spaziergang mit dem Hund im Wald. Wann immer es uns möglich ist, unterstützen wir dabei, diese Herzenswünsche zu erfüllen. Dabei arbeiten wir auch mit ehrenamtlich Unterstützenden, sowie mit Hospizdiensten und Initiativen wie dem ASB-Wünschewagen zusammen.
Verlässliche Unterstützung im häuslichen Umfeld
Eine ambulante palliative Versorgung ermöglicht es Menschen mit einer lebensbegrenzenden und fortschreitenden Erkrankung, in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben und dort professionell medizinisch und pflegerisch begleitet zu werden. Feste Ansprechpartner, klare Abläufe und ein vertrautes Team tragen dazu bei, Stabilität zu geben und auf Veränderungen angemessen zu reagieren.
Bei PiA24 begleiten wir Betroffene und ihre Angehörigen mit speziell geschulten Fachkräften, Erfahrung und Aufmerksamkeit auf dem letzten Lebensweg. Durch feste Ansprechpartner und ein vertrautes, kleines Team entsteht eine kontinuierliche Betreuung, die Sicherheit gibt und sich an der persönlichen Situation der Erkrankten orientiert.
Wenn Sie sich über die Möglichkeiten der ambulanten palliativen Versorgung informieren möchten, beraten wir Sie gerne persönlich.